PNP 30.09.21: Burghauser Genossen in Feierlaune

Veröffentlicht am 03.10.2021 in Ortsverein

Bundestags-Wahlergebnis sorgt für beste Stimmung bei der SPD-Jahreshauptversammlung

Die neue und die bisherige Führungsspitze der SPD hatten am Dienstagabend gut lachen: (v.l.) Franz Kammhuber, Stefan Bonauer, Alfons Kettner, Hedi Mittermeier, Lela Teymouri, Larisa Glazunova , Dagmar Eschenfelder, Christian Reinhardt und Bürgermeister Florian Schneider. −Foto: Kleiner
Die neue und die bisherige Führungsspitze der SPD hatten am Dienstagabend gut lachen: (v.l.) Franz Kammhuber, Stefan Bonauer, Alfons Kettner, Hedi Mittermeier, Lela Teymouri, Larisa Glazunova , Dagmar Eschenfelder, Christian Reinhardt und Bürgermeister Florian Schneider. −Foto: Kleiner

Es ist lange her, dass bei einer SPD-Versammlung direkt nach einer überregionalen Wahl ausschließlich heitere Gesichter zu sehen waren. Am Dienstagabend aber schien es, dass gar nicht genug gelächelt werden konnte im Gartensaal des Bürgerhauses. Die Burghauser Sozialdemokraten hatten dort zur Jahreshauptversammlung geladen − ein im Nachhinein gut gewählter Zeitpunkt angesichts des Wahlausgangs von Sonntagabend.

"Glückwunsch uns allen", befand Bürgermeister Florian Schneider an die rund 30 SPD-Mitglieder gewandt. Kurz analysierte er die regionalen Wahlergebnisse: Dass mit 20,7 Prozent das beste SPD-Zweitstimmenergebnis im Landkreis auf Burghausen entfiel und gleichzeitig die AfD hier mit 8,1 Prozent ihren schlechtesten Wert einfuhr, stimmte Schneider besonders glücklich. Auch darf seiner Ansicht nach nicht übersehen werden, dass die Grünen im Landkreis bei den Zweitstimmen nur an fünfter Stelle stehen, die SPD aber an zweiter.

Mit Blick auf die Industrie sieht Schneider die Region am Beginn einer "Zeitenwende". Es gelte, die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie mitzugestalten. Das Ganze bei anhaltend mauen Gewerbesteuerprognosen. So rechnet der Bürgermeister trotz guter Auftragslage weiterhin mit nur 22 Millionen Euro Gewerbesteuer für dieses Jahr – weniger als ein Drittel dessen, was noch vor einigen Jahren geflossen war.

Voranbringen will er neben dem Thema Nachhaltigkeit die Aufenthaltsqualität in der Stadt. Dazu zählt er auch die Thematik Einbahnregelung auf der Alten Grenzbrücke. Zwar hat Schneider hier zuletzt die finale Entscheidung vertagt, um Druck rauszunehmen (Anzeiger berichtete), das aber bedeutet für ihn nicht, dass er die Einbahnregelung nicht mehr als sinnvollste Variante ansieht. Er sei nach wie vor überzeugt, "dass es richtig ist so wie es ist", sagte der Bürgermeister und erntete dafür kräftigen Applaus.

Veränderungen gibt es bei der Zusammensetzung der Vorstandschaft. So sind unter anderem Schriftführer Matthäus Wimmer sowie die Beiräte Sabine Bachmeier, Stefan Bonauer, Brigitte Lieb und Alfons Kettner ausgeschieden. Einstimmig wieder- bzw. neugewählt wurden Dagmar Eschenfelder als Vorsitzende, Vincenc Zielonka als Stellvertreter, Larisa Glazunova als Kassiererin, Erika Wimmer und Norbert Englisch als Revisoren, Hedi Mittermeier als Schriftführerin sowie Johanna Schachtl als Zuständige für die Jusos. Beisitzer sind Lela Teymouri, Christian Reinhardt, Peter Flessa, Franz Kammhuber und Daniela Becker.

Finanziell steht der SPD-Ortsverband auf festen Füßen, wie die Kassenberichte der Jahre 2020 und 2019 ergaben. Demnach hat selbst der mit 36700 Euro kostenintensive Kommunalwahlkampf kein allzu tiefes Loch in die Kasse gerissen, weil im Gegenzug 34200 Euro an Spenden akquiriert werden konnten.

Nach den coronabedingt eher ruhigen Jahren 2020 und 2019 soll es jetzt wieder verstärkt losgehen mit Veranstaltungen. So kündigte Dagmar Eschenfelder für den 22. Oktober eine Podiumsdiskussion zum Thema "Frauen stärken" im Bürgerhaus an, Beginn ist um 17 Uhr. Anfang Dezember will die Orts-SPD 75 Jahre bayerische Verfassung feiern, wohl mit Autor Max Brym und Ludwig Hoegner, dem Enkel des früheren Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner. Für 2022 besteht dann auch wieder die Hoffnung auf Radlflohmarkt und Kinderfasching.
− ckl

EHRUNGEN
Besonders geehrt und für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet wurde Altbürgermeister Hans Steindl (Anzeiger berichtete), bereits 2020 konnte darüber hinaus Max Mitterer sein 50-Jähriges begehen. Auf 30 Jahre blicken Dieter Hager, Alfred Herndl, Karl Seefried und Monika Kaes zurück; auf 20 Jahre Christian Reinhard, Martin Braun und Roland Resch; auf 10 Jahre Dagmar Eschenfelder und Michael Schnabel. Dienstältester SPDler ist Fritz Renner mit 69 Jahren Parteizugehörigkeit.

 
 

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