PNP 28.08.17: Glasklar: Wasser geht alle an

Veröffentlicht am 30.08.2017 in Allgemein

Foto: SPD

Bürgermeisterkandidatin Elfi Jung (SPD) macht bei dem Thema gemeinsame Sache mit Neuötting

Winhöring/Neuötting. Beim Wasser kann man nur gemeinsame Sache machen – deswegen hat SPD-Bürgermeisterkandidatin Elfi Jung für ihren Wahlkampfauftakt zum Thema "Woher kommt unser Trinkwasser?" gemeinsame Sache mit der SPD Neuötting gemacht: Bei einer Radltour in den Neuöttinger Forst zum – aktuell abgeschalteten Brunnen – sowie zum Hochbehälter in Graming und zum Wasserwerk in Altötting ging sie mit knapp 20 anderen Radfahrern der Frage nach, was alles dahinter steckt, damit ein sauberes Wasser aus dem Wasserhahn kommt.

Weil die Tour bei 30 Grad im Schatten eher einer "Ochsentour" glich, hatten sich einige Radler nach dem ersten Besichtigungspunkt schon verabschiedet – um sich die steile Auffahrt nach Graming zu sparen. Andere folgten dem blauen Auto vom Wasserwerk mit Wasserwart Josef Putz am Steuer mit dem Auto.Beim Treffpunkt vor dem Rathaus Neuötting hatte Elfi Jung darauf verwiesen, dass nur 3 Prozent des Wassers, das sich auf der ganzen Welt verteilt, Trinkwasser sind – und davon wiederum befindet sich etwa ein Drittel davon in Gletschern. Das Wasser sei auf der Welt ungleich verteilt, sagte Jung. In Europa befinde man sich quasi im Wasserschloss. In Teilen Afrikas dagegen müssten die Menschen ihr Wasser oft kilometerweit tragen, weil es etwa drei Jahre lang nicht geregnet hat. "Wie kostbar Wasser ist, wissen wir durch das Thema PFOA", sagte Jung. Deswegen sei es wichtig, dass man sich informiere.

Die Wasserversorgung der Winhöringer erfolgt im Verbund mit Neuötting und Altötting, sagte Jung. Neben dem Wasser könne sie sich aber noch andere Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit vorstellen, sagte sie – Stichworte seien Rad- und Wanderwege, Infrastruktur, Schule und etwa auch der Bahnhof Neuötting in Eisenfelden. Hier führte sie das Beispiel der Gemeinde Unterneukirchen an, die sich mit acht anderen Gemeinden zusammengetan habe und aus einem alten Schulhaus ein Kulturhaus gemacht habe: "Vielleicht ist so etwas auch für unseren Bahnhof denkbar", meinte Elfi Jung.

Bei der Tour ging es zunächst zum Brunnen im Neuöttinger Forst. Am "Pumpenhäusl"., das ein Notstromaggregat ist, erläuterte Neuöttings Bürgermeister Peter Haugeneder den möglichen Standort eines Aktivkohlefilters. Weiter ging es in den Hochbehälter nach Graming und das Wasserwerk in der Osterwies.

Josef Putz erläuterte ausführlich, woher das Wasser kommt, was an Stoffen darin ist, was gemessen werden kann – und wie viel verbraucht wird: Im Hochsommer laufen aus dem 9000 Kubikmeter fassenden Hochbehälter schon mal 5500 Kubikmeter an einem Tag durch. Normal sind 3500 Kubikmeter. Angesprochen wurde Jung zufolge auch die Frage, ob man im Holzland einen Brunnen bohren könne. Das sei aber wegen der Bodenbeschaffenheit nicht möglich, hieß es.
− ina

 
 

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