SPD Unterbezirk im Landkreis Altötting

SPD UB Altötting

PNP 26.09.20: Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins bestätigt

Veröffentlicht am 29.09.2020 in Ortsverein

SPD-Bürgermeister und Gemeinderatsfraktion sind Geschichte

Marktl. Die gesamte Spitze des SPD-Ortsvereins ist bei der Neuwahl auf der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus einstimmig wiedergewählt worden.
Vorsitzender Max Baumgartner blickte bei der ersten offiziellen Zusammenkunft seit Beginn der Corona-Pandemie hauptsächlich auf Termine und Ereignisse im Jahr 2019 zurück, so etwa auf das Ostereiersuchen – ein Extralob für die Organisation galt hier Angela Rose und Brigitte Straßer.

Weiter berichtete er von den Aktivitäten rund um die Europawahl 2019. Beherrschendes Thema waren aber die Kommunalwahl und die Vorbereitungen ab der zweiten Jahreshälfte 2019. Wie schon in der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2019 angekündigt, hat die damals noch regierende SPD-FoP (Freie ohne Partei) keine eigene Kandidatenliste aufgestellt, sondern sich stattdessen der parteiunabhängigen "Bürgerliste Marktl" angeschlossen. Man habe sich im Vorstand die Entscheidung nicht leicht gemacht und der Erfolg der Bürgerliste mit sechs gewählten Gemeinderäten, davon zwei von den fünf kandidierenden SPD-Mitgliedern, könne sich sehen lassen.

"Die Wahl zum Bürgermeister verlief leider nicht so erfolgreich, Max Gschwendtner musste dem Gegenkandidaten den Vortritt lassen", bedauerte er. Erfreulich dagegen sei, dass es zwei Marktler über die SPD-Fraktion in den Kreistag geschafft haben, Max Gschwendtner und Altbürgermeister Hubert Gschwendtner, der auch wieder zum stellv. Landrat bestimmt wurde. Da es in Marktl keine SPD-Fraktion mehr gibt, gab es in der Hauptversammlung auch keinen Bericht aus dem Gemeinderat mehr.

Baumgartner informierte weiter, wie man in der Corona-Zeit, wo das öffentliche Leben von einem Tag auf den andern zum Erliegen kam, versucht habe, den Kontakt mit den Mitgliedern und dem Unterbezirk aufrecht zu erhalten und berichtete von Online-Konferenzen und ersten Veranstaltungen. Aktuell habe der Ortsverein 20 Mitglieder – vier weniger als bei der letzten Versammlung im letzten Jahr.

Kassierin Brigitte Straßer gab Einblick in eine geordnete Kasse und gab ein schönes Polster von annähernd 3200 Euro bekannt. Da der Kommunalwahlkampf über die Bürgerliste lief, verursachte er keine Kosten für den SPD-Ortsverein.

Altbürgermeister Hubert Gschwendtner informierte über Landkreisthemen. Mit zwei Kreisräten in der SPD-Fraktion sei Marktl gut vertreten, freute er sich. Zunächst kam er auf wichtige Punkte in der Krankenhauslandschaft zu sprechen, angefangen von der Fusion zum jetzigen InnKlinikum Altötting-Mühldorf - " es war der richtige Schritt und ist gut angelaufen", über die Finanzierung bis zur überregionalen Bedeutung. Aktuelles wusste er auch von den Schulen zu berichten, für die der Landkreis zuständig ist, etwa von geplanten und laufenden Baumaßnahmen und Erweiterungen und auch hier von den Kosten und der Finanzierung.

SPD-Kreisrat Max Gschwendtner (im Gemeinderat Sprecher der von ihm ins Leben gerufenen Bürgerliste) kam auf das neu gegründete Kommunalunternehmen Wohnungsbau zu sprechen, das sich die SPD-Kreistagsfraktion auf die Fahnen schreiben könne. In Marktl sei man schon dabei, ein Projekt anzupacken mit dem Hauptziel, preisgünstigen Wohnraum mit guter Förderung zu schaffen.

Ein weiterer Punkt betraf ein Landkreisthema und Marktl zugleich: die mögliche Entschlammung des Badesees. Gschwendtner stellte zwei Möglichkeiten vor: Der Schlamm könnte mit Schläuchen ausgepumpt und an verschiedenen Stellen unter den Bahnschwellen hindurch in den Inn gepumpt werden; auf der Bahndammseite werden Inseln aufgeschüttet. Eine Lösung sollte zeitnah erfolgen, damit der beliebte See als Badegewässer erhalten bleibe.

Für den SPD-Unterbezirk hielt der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Gastel einen Rückblick auf die Kommunalwahl. Leider habe man keinen eigenen Landratskandidaten anbieten können und Mandate und Bürgermeisterposten verloren.

Ein besonderer Dank galt Werner Johst, der seit 55 Jahren der SPD die Treue hält.