PNP 14.12.20: Premiere für Online-Frühschoppen

Veröffentlicht am 17.12.2020 in Ortsverein

Online politisieren mit dem SPD-Ortsverein - Thema: Kindergarten - Fortsetzung geplant

Töging. Eine kleine Gruppe von zehn Leuten hat gestern am ersten Online-Frühschoppen zum Thema "Aktuelles in Töging" des SPD-Ortsvereins teilgenommen, bei dem Günter Zellner über in der Stadt geplante Projekte informierte. Das neue Mittel, Leute zu informieren, wolle man auch im nächsten Jahr fortsetzen, war man sich einig.

Wenige Tage vor der Stadtratssitzung hat der SPD-Fraktionssprecher dabei den Schwerpunkt auf die am Donnerstag im Stadtrat zu beschließende Entscheidung zum Standort und zur Trägerschaft der vierten Kindertagesstätte in der Stadt gelegt. Dabei wurde deutlich: Viel zu beschließen gebe es inzwischen wohl nicht mehr – die Entscheidungen seien beide eigentlich schon gefallen, hieß es.

Zellner zufolge laufe es darauf hinaus, dass es zum Standort auf der Freifläche der Regenbogen-Grundschule und zur Trägerschaft der Kirche kommen werde. Zur Standortfrage hätte sich Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst schon im "Stadtblattl" geäußert. Dabei hätte es aus Sicht der SPD andere, bessere Standorte gegeben, andere Möglichkeiten und andere Träger.

Vorausgesetzt die Entscheidung, die der Bürgermeister favorisiere, werde so fallen – wären dann drei der vier Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft. Da bleibe den Eltern nicht viel Auswahl, monierte Ortsvorsitzende Birgit Noske. Das sehe sie als bedenklich an. Die Eltern sollten auch eine Auswahl haben – und es habe ja vier Träger gegeben, die Interesse geäußert hätten: Neben der katholischen Kirche auch das Seraphische Liebeswerk, die Diakonie und die AWO. Werner Lehner wies darauf hin, dass dann die Entwicklungsmöglichkeiten der Regenbogen-Schule eingeschränkt seien. Birgit Noske sagte, dass Kinder, die heute in den Kindergarten gehen, demnächst dann in die Grundschule gehen werden.

Kritik übte Zellner daran, dass manches in den Gremien zu schnell behandelt werde und dass man – speziell bei der Entscheidung über den Kindergarten – die Eltern nicht mit ins Boot nehme. Denn es gehe doch darum, das Beste für die Bürger herauszuholen und nicht darum, Parteiinteressen in den Vordergrund zu stellen: "So kann Kommunalpolitik nicht stattfinden, weil man damit einen Teil der Bürger ausgrenzt, das ist schade für die Kommune und schade für die Arbeit im Stadtrat", so Zellner.

Hier seien die Diskussionen zum Kindergarten bisher immer nur nichtöffentlich gewesen – mit der Begründung, es gehe um Grundstücksangelegenheiten. Die SPD habe dann eine Arbeitsgruppe vorgeschlagen. Dazu habe der Bürgermeister ihn aber wissen lassen, dass es für ihn schon klar sei, wo der Kindergarten hinkomme. Für die SPD habe sich die Frage gestellt, ob man ein neues Konzept wolle und ob man einen neuen Träger wolle. Bisher sind zwei Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft, der dritte wird vom BRK getragen: "Wir fänden einen dritten Träger und einen neuen Standort gut, um Vielfalt entstehen zu lassen".

Möglichkeiten gebe es am Harter Weg, ein Bewegungskindergarten etwa gehe auch im Bereich Hubmühlbad – hier seien Synergien zu nutzen. Und Zellner berichtete von einer Kooperation, die "einmalig in der Region" wäre: Eine Töginger Firma habe gesagt, sie würde Geld bereitstellen und in Kooperation mit der Stadt einen Kindergarten errichten – der dann zu einem kleinen Teil als eine Art Betriebskindergarten und zum größten Teil als städtischer Kindergarten zur Verfügung stehen könnte. "Das wäre für Töging ein Vorzeigeprojekt", meinte Zellner.

Ein Standort im Zentrum der Stadt – wie an der Regenbogen-Schule – sei ja sehr gut, aber man habe dort bereits einen Kindergarten. Zellner fand, man sollte diese Entscheidung, die doch über Jahrzehnte wirke, nicht "so schnell vor Weihnachten durchziehen". Aus seiner Sicht sei eine breite Diskussion und die Beteiligung von Eltern und Bürgern notwendig: "Ich befürchte aber, dass wir das am Donnerstag nicht durchkriegen".

Ortsvorsitzender Marco Harrer ging hierzu auch auf die Ergebnisse der Arbeitsgruppe für den Kindergarten ein. Er betonte, dass dort nur die Hälfte für den Schulstandort gewesen sei: "Es ist unentschieden ausgegangen." Auch Harrer, der sich für einen Sportkindergarten ausgesprochen hatte, plädierte dafür, Bürger und Eltern einzubeziehen und keinen "Schnellschuss" zu machen. Man sei sich aber in der Fraktion einig, dass man gegen den Platz an der Schule stimmen werde, so Harrer.

Werner Lehner fragte, wo denn der Aufschrei bleibe, wenn Entscheidungen schon gefallen seien? Dazu sagte Zellner, er sei in der Sitzung des Bauausschusses mit dem Bürgermeister "heftigst aneinandergeraten".
- ina

 
 

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